Wichtige Tipps zur richtigen Altglas-Sammlung | Nur Glasverpackungen sammeln | In die Altglassammelbehälter dürfen ausschließlich Glasverpackungen, also Flaschen, Konservengläser, Parfumflakons, Medizinfläschchen.
Glas ist nicht gleich Glas! Verschiedene Glasprodukte haben verschiedene chemische Zusammensetzungen. Klar, sie müssen ja auch unterschiedliche Anforderungen erfüllen. Eine Glasflasche ist aus anderem Glas als zum Beispiel ein Trinkglas. Oder eine Vase. Oder eine Fensterscheibe. Eine Vermischung führt zu Problemen in der Glasschmelze und erschwert das Recycling. | |
Keine anderen Glasarten zum Altglas geben | Trinkgläser, Glasgeschirr, Vasen, Glühbirnen, Spiegel, Fensterglas und andere Glasprodukte, die keine Verpackung sind, gehören in den Restmüll oder zum Recyclinghof. Leuchtstoffröhren bitte zurück zum Fachhandel beziehungsweise zur Problemstoffsammlung. | |
Weißglas und Buntglas sorgfältig trennen | In den Weißglasbehälter gehören ausschließlich völlig durchsichtige Glasverpackungen. Gefärbte – auch ganz hell gefärbte – gehören zur Buntglassammlung. Denn: Weißglas entfärbt Buntglas und gefärbtes Glas färbt farbloses ein. Beides gefährdet den Glaskreislauf. | |
Keine anderen Materialien zum Altglas geben | Kunststoff, Keramik, Papier, Metall, Verschlüsse, Deckel und andere Abfälle gehören in die dafür vorgesehene Sammlung. Etiketten können auf den Glasgebinden bleiben | |
Glasverpackungen nicht unnötig zerschlagen | Je kleiner die Scherben sind, desto schwieriger ist das Aussortieren von Fremdstoffen. Fremdstoffe zerstören die neue Glasverpackung. | |
Lärmbelästigung vermeiden | Glasverpackungen bitte zwischen 7 und 20 Uhr entsorgen. | |
Pfandflaschen zum Handel bringen | Sie können bis zu 60 Mal wieder befüllt werden. | |
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| AUSTRIA GLAS RECYCLING GMBH, A-1020 Wien |
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Was geschieht mit meinen leeren Glasverpackungen? |
Der Entsorger transportiert die gesammelten Glasverpackungen direkt zu den Glaswerken der Vetropack Austria GmbH in Pöchlarn/Niederösterreich und Kremsmünster/Oberösterreich sowie zum steirischen Werk der Stölzle Oberglas GmbH in Köflach. In den Sortieranlagen der Glashütten erfolgt die Aufbereitung:
1. Schritt: Das mit Fremdstoffen versehene Altglas kommt, getrennt nach Bunt- und Weißglas, per Förderband zur Sortierung.
2. Schritt: Eisenhaltige Fremdstoffe werden von einem Magnetabscheider erfasst und sofort aussortiert.
3. Schritt: Entlang der Förderbänder werden händisch alle größeren Fremdstoffe aussortiert.
4. Schritt: Im so genannten "Brecher" wird das Altglas auf die für den Schmelzvorgang erforderliche Scherbengröße (15 mm) zerkleinert.
5. Schritt: Das zerkleinerte Altglas wir auf einer Lochsiebrinne gesiebt. Feinkörniges Altglas fällt dabei durch das Sieb und wandert dann direkt zum zweiten Magnetabscheider weiter. Fremdstoffe, die leichter als Glas sind, werden vor der Lochsiebrinne abgesaugt.
6. Schritt: Das gesiebte Altglas wird genau durchleuchtet. Lichtundurchlässige Fremdstoffe wie Keramik oder Aluminium werden optisch erkannt und ausgeschieden.
7. Schritt: Händische Nachsortierung.
8. Schritt: Restliche eisenhältige Stoffe werden mit einem weiteren Magnetabscheider aus dem zerkleinerten Altglas entfernt.
9. Schritt: Bei einer abschließenden Kontrollstation wird das Altglas nochmals qualitativ überprüft.
10. Schritt: Das aufbereitete Altglas kann nun als Sekundärrohstoff zur Produktion von Glasverpackungen verwendet werden.
11. Schritt: Die aussortierten Fremdstoffe werden entweder weiter verwertet oder entsorgt. Der Großteil der Fremdstoffe ist Steingut, Keramik oder Porzellan. |