Sicherheitstipps 2

Eine Alarmanlage zahlt sich sicher aus!

Die Zeit der Dämmerungseinbrüche beginnt. Alarmanlagen stellen einen wirksamen Schutz vor unliebsamen Gästen dar. Trotzdem sind Alarmsysteme eine Ergänzung zu mechanischen Sicherungen, aber kein Ersatz dafür. Alleine die Tatsache, dass ein Objekt mit einer Alarmanlage gesichert ist, schreckt dreiviertel der Einbrecher ab. Daher sollten Komponenten der Alarmanlage von außen sichtbar sein, etwa eine Außensirene oder ein Blinklicht.

Tipps für den Alarmanlageneinbau:

Alarmanlagen sollten von außen sichtbar sein.

Verwenden Sie zwei Außensirenen mit Drehlichtern.

Planen Sie die Alarmanlage bereits beim Hausbau ein, auch wenn sie nicht gleich installiert wird. Ziehen Sie einen autorisierten Fachmann hinzu.

Alle Hausbewohner müssen mit der Bedienung der Alarmanlage vertraut sein.

Nutzen Sie überdies das objektive und produktneutrale Angebot der Kriminalpolizeilichen Beratung. Tel. 059133-303130.

Noch ein Tipp: Lassen Sie das Licht brennen, wenn Sie längere Zeit nicht zuhause sind. Noch effizienter als ein permanent aufgedrehtes Licht im Haus ist freilich eine programmierbare Beleuchtungssteuerung, die Licht in unterschiedlichen Räumen zu unterschiedlichen Tageszeiten an- und ausgehen lässt.

 

Im Schutze der Nacht

Viel Licht – im Innen- als auch im Außenbereich.

Beim Verlassen des Hauses oder der Wohnung in einem Zimmer das Licht eingeschaltet lassen. Bei längerer Abwesenheit Zeitschaltuhren verwenden.

Bewegungsmelder und Beleuchtung anbringen, damit sich das Licht einschaltet, wenn sich jemand dem Haus nähert. Vor allem Kellerabgänge und Mauernischen gut beleuchten.

Im Urlaub Nachbarn ersuchen, die Post aus dem Briefkasten zu nehmen und Schnee räumen lassen. Keine Dinge, die als Einstiegshilfe dienen könnten, im Garten liegen lassen. Lüften nur, wenn man zuhause ist, denn ein gekipptes Fenster ist ein offenes Fenster. Achtung: Versicherungen zahlen in diesem Fall nicht, da kein Einbruch sondern nur ein normaler Diebstahl vorliegt.

 

Mein Heim, meine Festung

Täglich werden in Österreich Einbrüche in Häuser oder Wohnungen verübt. Fast jeder zweite Täter dringt dabei durch die Tür ein. Garantie für eine einbruchshemmende Tür gibt das Prüfzeichen ÖNORM 5338. Auch eine Ummantelung des alten Türstocks mit einem neuen, massiven Türstock ist nachträglich möglich. Das Türblatt besteht oft nur aus einer Holz- oder Kunststoffüllung überdeckt von Hartfaserplatten. Nur Vollholztüren, die mindestens 45 mm stark sind, Türblätter, die Stahlblechplatten oder –stäbe enthalten oder Ganzstahltüren sind einbruchshemmend.

Schlösser bieten nur Aufbohrsicherheit, wenn sich die Zylinder durchdrehen lassen. Sicherheitszylinder, die einen zweiten Sicherheitsbart aufweisen, können schwer kopiert werden. Sicherheitsbeschläge, sollten einen Kernziehschutz aufweisen und von innen verschraubt sein. Das Schließblech sollte stets mit Stahlschrauben im Mauerwerk verdübelt sein. Balkenriegel und Stangenschlösser quer über die Tür rasten sicher in Gegenstücken im Mauerwerk ein. Ein Sicherheitsbügel verhindert, dass die Tür mit Gewalt aufgedrückt wird. Ein Türspion, idealerweise mit einer Sicht von 180 Grad, bietet einen guten Blick nach außen.

 

Bankomat:

Wer Bargeld benötigt, muss schon lange nicht mehr zur Bank gehen, beim Bankomat ist es bequem und rund um die Uhr erhältlich. Doch die modernen Zahlungsweisen bergen einige Zugriffsmöglichkeiten für Kriminelle in sich: Die Täter drängen sich mitunter dicht an die Opfer heran und spähen den PIN Code aus. Tipps: Lassen Sie sich bei der Behebung nicht über die Schulter schauen. Bitten Sie Späher, zurückzutreten. Verdecken Sie die Eingabetasten mit dem Körper. Schreiben Sie nirgends Ihren PIN Code auf, vor allem nicht in Ihrer Geldbörse. Melden Sie Veränderungen am Geldautomaten an die Bank oder Exekutive. Lassen Sie Ihre Karte bei Verlust oder Diebstahl unter 0800-2048800 sperren.

 

Handylust:

Das Mobiltelefon sollte immer mittels PIN Code gesichert sein. Mit einem verlorenen oder gestohlenen Handy kann der Dieb keinen finanziellen Schaden anrichten, wenn sich das Gerät einmal abgeschaltet hat. Geheimzahlen weder am Handy noch auf der SIM Karte notieren. Tragen Sie Ihr Handy nahe am Körper. Präsentieren Sie Ihr Handy nicht offen im unbeaufsichtigten Auto. Diebe stecken Handys im Vorbeigehen ein, die in Lokalen auf dem Tisch, der Bank oder der Theke liegen. Lassen Sie in Lokalen Ihr Handy nicht an der Garderobe zurück. Nach dem Diebstahl: Erstatten Sie umgehend die Anzeige bei der Polizei. Bei der Anzeigeerstattung ist die 15-stellige Gerätenummer wichtig. Anhand dieser Nummer kann Ihr Handy identifiziert werden. Angemeldete Handys nach Verlust oder Diebstahl sofort sperren lassen.

 

Gauner an der Haustür !

Lassen Sie sich nichts aufschwatzen. Wer Sie zwischen Tür und Angel überreden will, führt definitiv nichts Gutes im Schilde.

Sind Sie ein gutgläubiger Mensch? Dann sind Sie vielleicht schon einem Betrüger auf den Leim gegangen, ohne es zu merken. Wer ist noch nicht um eine kleine Spende für einen guten Zweck gebeten worden? Oft kommt Ihr Geld nie Bedürftigen an.

Betrüger versuchen ihr Glück an der Wohnungstüre. Sie bitten um ein Glas Wasser oder um einen Kugelschreiber. Sobald Sie sie in die Wohnung lassen, fehlt Ihnen jedoch mehr als ein Kugelschreiber. Andere wollen Ihnen ein „einmaliges“ Angebot machen. Sie bieten Ihnen „Wundermedizin“ an oder Teppiche, Essbestecke, Lederjacken und Sonstiges. Beliebt unter Betrügern ist es auch, sich als Gaskassier oder Zeitungsvertreter auszugeben. Verlangen Sie stets einen Ausweis. Betrüger setzen auf die Leichtgläubigkeit der Menschen und sind Meister der Überredungskunst. Sie wenden alle Tricks an, um an ihr Ziel zu kommen.

Tipps: Die Wohnungstüre stets zusperren. Rechnen Sie immer mit der Dreistigkeit der anderen. Die Sperrkette immer vorlegen. Leute, die „nur“ um ein Glas Wasser oder Schreibzeug bitten, nicht in die Wohnung lassen: Schließen Sie Türe hinter sich, während Sie das Verlangte abholen. Immer einen Ausweis verlangen. Wer „offiziell“ kommt, der kann dies auch belegen. Keine Pakete für Nachbarn übernehmen, außer Sie werden vorher darum ersucht. Besondere Vorsicht bei Hausgeschäften mit Billigangeboten.

 

Beklemmende Begegnung

Eine Gruppe gibt Sicherheit- Fremdtäter überfallen Einzelpersonen. Täter scheuen das Licht- am Abend sollte man belebte Wege wählen. Rechtzeitiges Erkennen – Umgebung beobachten, Verfolger wahrnehmen. Bei Verfolgung stehen bleiben. Dem Verfolger ins Gesicht sehen; sich notfalls in ein Geschäft flüchten, keinesfalls in einsame Gassen. Umgebung vor der Haustür genau beobachten. Vom Taxi nach Hause bringen lassen; den Fahrer ersuchen, zu warten, bis man im Haus ist. Überfallsituation gedanklich durchspielen, um richtig zu reagieren. Selbstbewusstes Auftreten und Gegenwehr schrecken viele Täter ab. Taschenalarmgeräte verwenden. Nicht empfohlen: Waffen (z.B. Pistole, Messer, Tränengas, Pfefferspray); die Gefahr ist zu groß, dass der Täter der Angegriffenen die Waffen entreißt und gegen sie richtet. Bei Tränengas oder Pfefferspray ist die Gefahr groß, dass der Benutzer selbst in die Pulver- oder Gaswolke gerät.