Natur-Wander-Kalender St. Veit

Wenn´s „wintert“ rund ums Gölsental...

Meist dauert es nach dem bald wieder weggeschmolzenen Novemberschnee noch einige Zeit bis zum ersehnten weihnachtlichen Weiß. Aber – egal ob mit oder ohne Schnee – sogar im Wiesenwienerwald mit seinen relativ niedrigen Gipfelhöhen wird es sicher wieder winterlich! Die besinnliche Jahreszeit lässt sich in diesem „Ganzjahres-Wandergebiet“ bei Spaziergängen oder längeren Touren besonders reizvoll erleben. Schon wenige Zentimeter Schnee, womöglich in Verbindung mit Raureif genügen, um dieser sanften Landschaft einen eindrucksvoll alpinen Anstrich zu verleihen. Und wenn sich die Natur ganz rau und frostig zeigt, dann kann eine Einkehr in den Schutzhütten und Jausenstationen erst so recht gemütlich werden...

 

Zur Stockerhütte auf der Steinwandleiten:

Am besten auf dem Schwarzenbacher Rundwanderweg Nr. 01, insgesamt bei Aufstieg über den „Moreder“ und Abstieg nach dem „Zehethofer“ über den „Leitner“ (insgesamt 2 ½ bis 3 Stunden). Die kürzere Route führt über den „tut gut-Wanderweg“ von der Schwarzenbacher Kirche direkt zur Stockerhütte. Für eine längere Tour kann man vom „Zehethofer“ auf der Schwarzenbacher Höhe weiterwandern bis zum „Göllersreiter“ und auf Rundwanderweg Nr. 03 über die urige Schwarzengruberhöhe und nahe dem Sonnhof vorbei wieder zurück nach Schwarzenbach, wo man natürlich wie im Markt St. Veit bestens einkehren und diese ausgedehnte Tour gemütlich beschließen kann (insgesamt mindestens 5 Stunden). Bei viel Schnee zur Stockerhütte bestens auch mit Schneeschuhen, der lange Übergang besser mit Langlaufski oder dem jetzt ganz modernen „Nordic Cruiser“!

 

Hübsche Naturbeobachtungen ermöglicht jetzt die Vogelwelt:

Eichel- und Nusshäher lassen ihren ratschenden Ruf erschallen. Dazu finden sich Gäste aus unwirtlicheren Gegenden ein: Misteldrosseln und Wacholderdrosseln (auch „Kronawett- oder Krametsvogel“ genannt), Bergfinken und nordische Gimpel. Und wenn ganze Schwärme von Saat- und Nebelkrähen im Gölsental einfallen, lässt die meist von Osten zuströmende Kälte auch nicht lang auf sich warten. Scharenweise schwirren Meisenvögel durch die Hecken, am häufigsten sind Kohl-, Tannen- und Blaumeisen, wie man sie auch bei den Futterhäuschen beobachten kann. Seltener sind Sumpfmeisen (Kopfplatte und Kehlfleck glänzend schwarz), die heuer bereits durchziehende Schwanzmeisen („Pfannenstielchen“) und Kleiber.

Futter aus Hecken und Obstgärten: Als Futter in freier Natur gibt es noch immer Wildfrüchte wie die „Mehlbeeren“ vom Weißdorn oder die weißen Beeren der auf allen möglichen Bäumen schmarotzenden Misteln. Mit den Beeren der Eberesche (den roten „Vogelbeeren“) gehören die Mistelbeeren zur Lieblingsnahrung des Seidenschwanzes, der nur in manchen Jahren bei uns auftaucht (auch in diesem Winter schon bei uns beobachtet). Dieses sporadische Auftreten brachte dem hübschen Vogel auch den Ruf eines Unglücksboten ein („Pestvogel“).

 

Bilder zum Naturkalender St. Veit an der Gölsen sind zu finden unter:

www.wandertipp.at > Bernhard Baumgartner´s Autorenblog

Dort können auch eigene Beobachtungen und Erlebnisse berichtet werden!